Kaffee trinken, Wälder schützen

KaffeebohneSo oder so ähnlich könnte man das Geschäftskonzept des Freiburger Unternehmers Florian Hammerstein betiteln. Konkret heisst das, er importiert wilden Kaffee aus dem Kaffa-Regenwald Äthiopiens nach Deutschland. Aber wie schützt er dadurch die Wälder und was ist so besonders an diesem Kaffee?

Das Besondere an diesem Kaffee ist, dass es sich um Wildkaffee handelt, welcher im Gegensatz zu industriellen Kaffees unverzüchtet ist, von Hand gepflückt und in der Sonne getrocknet wird. Die Arabica-Bohne entwickelt dadurch sehr wenig Säure, ist dabei sehr aromatisch, leicht süsslich und fruchtig. (mehr …)

Bester Kaffee oder einfach ungeniessbar?

Piti luwakDer beste Kaffee entsteht angeblich aus Bohnen, die schon durch den Verdauungstrakt von Zibetkatzen gewandert sind. Das seltsame Getränk heißt Kopi Luwak, ist bei Kaffeefans der Hit und schmeckt angeblich sehr erdig. Gewonnen wird der Feinschmeckerkaffee aus Bohnen, die von indonesischen Palmäffchen gegessen, verdaut und wieder ausgeschieden wurden. Die Bohnenreste sind begehrt und sehr rar.

Die weltweit gesammelte Menge beträgt im Jahr nur rund 250 Kilo. In England ist Kopi Luwak deswegen kaum erhältlich, nur in den USA und Japan kann man mitunter einen Schluck bekommen. Aber nach Ansicht des US-Restaurantkritikers Chris Rubin lohnt sich die Ausgabe für die ungewöhnliche Delikatesse.

Ob die Körpersäfte des Affen für einen besonderen Geschmack sorgen oder ob die Affen einfach nur die reifsten und schmackhaftesten Bohnen essen, ist bislang noch nicht erforscht. Das Rezept für den Kaffee ist jedenfalls uralt. Es wurde in Amerika und Europa aber erst bekannt, nachdem Forschungsreisende das Getränk auf den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi gekostet hatten.