Fussball, Samba und Bohnen

Kaffeeplantage in São João do Manhuaçu City - Minas Gerais State - Brazil

© Fernando Rebêlo

Fußball und Samba – wer denkt da nicht sofort an Brasilien. Aber etwas fehlt da noch, denn Brasilien ist der Kaffeegigant schlechthin. Es stellte allein im Jahre 2010-2012 sage und schreibe 6000 Tonnen Kaffeebohnen her. Vietnam ist der zweitgrößte Kaffeeproduzent und stellt trotzdem nur 40% der Menge Brasiliens her. Das bekräftigt die Tatsache, dass Brasilien übermächtig in Sachen Kaffeeherstellung ist. (mehr …)

Vom Magen bis in die Tasse

© Apichart Weerawong, AP

© Apichart Weerawong, AP

Man kann es sich kaum vorstellen, eine der teuersten Kaffeebohnen der Welt soll direkt aus dem Hintertürchen von Dickhäutern kommen? Ja richtig gehört, Kaffee – ausgeschieden von einem Tier, genauer gesagt vom Elefanten. Diese Kaffeesorte nennt sich “Black Ivory“ – schwarzes Elfenbein, ihr Ursprung liegt im Norden Thailands.

Die Grundlage bildet die Sorte Thai Arabica, sie gedeiht in einer Region rund 1500 Meter über dem Meer, das Hochland begünstigt die Entwicklung der Bohne. In Chiang Saen im Norden Thailands sind ca. 25 Elefanten mit der „Produktion“ des „Black Ivory“ beschäftigt. (mehr …)

Geröstet, Gemahlen, Gebrüht

© Bonaverde

Wie lieben Sie ihren Kaffee? In der Kaffeemaschine gemahlen? Schon als Pulver? In Kapselform? Oder wollen Sie einmal einen ganz frischen Kaffee aus gerade gerösteten und gemahlenen Bohnen? Dann ist die neue Kaffeemaschine von Bonaverde, welche eine Revolution für den Kaffeemarkt bedeuten könnte, genau das richtige für Sie. Vor ca. 2 Jahren haben die zwei Berliner Hans Stier und Felix Artmann die erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine der Welt gebaut.  Das Berliner Startup begann die Umsetzung seiner Vision mit der Entwicklung von 135 Prototypen und liess den frisch gerösteten Kaffee von über 15‘000 Menschen testen. Für die perfekte Röstung forschten sie zwei Jahre lang an der genauen Abstimmung von Temperatur und Zeit, um schliesslich ein optimales Ergebnis in der kleinen Maschine zu erreichen. In einem hochlegierten Edelstahlbehälter mit Entlüftungssystem wird ein Rotationssystem verwendet, welches den Rauch absorbiert und den Duft von frisch gerösteten Kaffeebohnen entfesselt. (mehr …)

Das grösste Portrait aus Kaffeebohnen der Welt

Dass sie lecker sind wissen wir alle, der russische Künstler Arkady Kim hat allerdings noch einen ganz anderen Verwendungszweck für die kleinen Bohnen gefunden. Innerhalb von 12 Tagen hat er mit seinen 5 Helfern ein 30qm grosses Kunsterwerk geschaffen. Dafür hat er insgesamt 120 kg Kaffeebohnen unterschiedlich lange geröstet um die verschiedenen Brauntöne zu bekommen. Anschliessend wurden die Bohnen wie ein Mosaik aufgeklebt.

Das Kunstwerk heisst übrigens „Awakening“ und wurde im Gorky Centra Park in Moskau erschaffen. Das Bild ist übrigens nicht nur visuell interessant, es verströmt auch ein angenehmer Kaffeeduft.

Arkady Kim - Fast fertig (mehr …)

Kaffeereport 2012

Tchibo brandeins Wissen und statista haben Mitte Jahr den Tchibo Kaffeereport 2012 herausgebracht. Dieses umfassende Nachschlagewerk rund um das Thema Kaffee dürfte momentan die wohl am besten aufbereitete und breitgefächerste Zusammenstellung rund um das braune Gold sein, welche in deutscher Sprache erhältlich ist. Die fundierten Zahlen und Fakten wurden von statista geliefert und anschliessend von brandeins Wissen sehr ansprechend und übersichtlich aufbereitet.
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Kaffee trinken, Wälder schützen

KaffeebohneSo oder so ähnlich könnte man das Geschäftskonzept des Freiburger Unternehmers Florian Hammerstein betiteln. Konkret heisst das, er importiert wilden Kaffee aus dem Kaffa-Regenwald Äthiopiens nach Deutschland. Aber wie schützt er dadurch die Wälder und was ist so besonders an diesem Kaffee?

Das Besondere an diesem Kaffee ist, dass es sich um Wildkaffee handelt, welcher im Gegensatz zu industriellen Kaffees unverzüchtet ist, von Hand gepflückt und in der Sonne getrocknet wird. Die Arabica-Bohne entwickelt dadurch sehr wenig Säure, ist dabei sehr aromatisch, leicht süsslich und fruchtig. (mehr …)

Bester Kaffee oder einfach ungeniessbar?

Piti luwakDer beste Kaffee entsteht angeblich aus Bohnen, die schon durch den Verdauungstrakt von Zibetkatzen gewandert sind. Das seltsame Getränk heißt Kopi Luwak, ist bei Kaffeefans der Hit und schmeckt angeblich sehr erdig. Gewonnen wird der Feinschmeckerkaffee aus Bohnen, die von indonesischen Palmäffchen gegessen, verdaut und wieder ausgeschieden wurden. Die Bohnenreste sind begehrt und sehr rar.

Die weltweit gesammelte Menge beträgt im Jahr nur rund 250 Kilo. In England ist Kopi Luwak deswegen kaum erhältlich, nur in den USA und Japan kann man mitunter einen Schluck bekommen. Aber nach Ansicht des US-Restaurantkritikers Chris Rubin lohnt sich die Ausgabe für die ungewöhnliche Delikatesse.

Ob die Körpersäfte des Affen für einen besonderen Geschmack sorgen oder ob die Affen einfach nur die reifsten und schmackhaftesten Bohnen essen, ist bislang noch nicht erforscht. Das Rezept für den Kaffee ist jedenfalls uralt. Es wurde in Amerika und Europa aber erst bekannt, nachdem Forschungsreisende das Getränk auf den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi gekostet hatten.